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Montag, 18. August 2008

Hausnummern können Leben retten

Ein Klassiker, diesmal von der Polizeidirektion Lübeck, wie HL-Live berichtet:
In vielen Fällen kann die Polizei oder die Feuerwehr bei Einsatzfahrten erst nach langer Suche Hilfe leisten. Und das nur, weil die Hausnummern nicht lesbar oder keine vorhanden waren. Sie waren zu weit weg von der Straße, nicht beleuchtet, verschmutzt oder auch derart künstlerisch gestaltet, dass sie nicht mehr als Hausnummer erkennbar waren.
(...)
Die Tipps der Polizei:
- Bringen Sie Hausnummern so an, dass sie von öffentlichen Verkehrsflächen aus gut lesbar sind.
- Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung der Hausnummer, damit man sie auch bei Dunkelheit rasch als solche erkennen kann.
- Verzichten Sie in eigenem Interesse auf übertrieben künstlerisch gestaltete Schilder und wählen Sie stattdessen große, gut lesbare Ziffern.
- Sorgen Sie dafür, dass Hausnummern nicht von Pflanzen "überwuchert" werden.
- Befindet sich ein Gebäude nicht direkt an einer öffentlichen Verkehrsfläche, so sollte dieses mit einem Hinweisschild an der öffentlichen Verkehrsfläche gekennzeichnet werden.

Sonntag, 17. August 2008

Kaffeemuseum in Prag

Und wieder ein Nahrungsmittelmuseum, diesmal ein ganz frisches, zum Thema Kaffee in Prag. [Radio Prag]

Freitag, 15. August 2008

Eric Hobsbawm: Neuauflage der "Banditen"

Üblicherweise bespricht Thomas Wörtche im Freitag Krimis, diesmal rezensiert er die Neuauflage von Eric Hobsbawms Buch über die Sozialrebellen:

Hobsbawm, Eric: Die Banditen. Räuber als Sozialrebellen. München: Hanser, 2007.

Donnerstag, 14. August 2008

Hausnummerierung in der Türkei, 1927

Ein paar Informationen zur Hausnummerierung in der Türkei liefert ein Artikel von Fuat Dundar: Demnach war der belgische Statistiker Camille Jacquart 1926 in die Türkei eingeladen worden, um bei den Vorbereitungen zu einer Volkszählung mitzuarbeiten; auf seinen Vorschlag hin wurde ein Gesetz erlassen, gemäß dem Straßennamen und Hausnummern anzubringen waren (Dundar, S.195). In dem von Dundar zitierten, 1928 erschienenen Artikel von Jacquart erwähnt letzterer, dass es in Istanbul damals bereits Hausnummern gab, kaum aber in anderen Ortschaften. Jacquart wollte zuerst ein blockweises System der Hausnummerierung einführen, präferierte dann aber doch die straßenweise Nummerierung. Angeordnet wurde das ganze per Gesetz vom 10.4.1927, am 15.4.1927 erfolgten Instruktionen dazu, am 1. August desselben Jahrs sollte die Aktion beendet sein. (Jacquart, S.173).
Grundsätzlich scheint die Hausnummerierung in manchen Gegenden ja schon zu osmanischen Zeiten eingeführt worden zu sein, wie aus dem bei Ivo Andric genannten Versuch in Bosnien um 1850 hervorgeht.

Dundar, Fuat: Compter, classer, contrôler. Les minorités dans les recensements turcs, in: Turcica. Revue d'Études turques, 37.2005, S. 187-220.

Jacquart, Camille: Communication sur le Recensement général de la population en Turquie, in: Bulletin de l'Institut international de Statistique, 23.1928, 2e livraison, S. 171-185.

Mittwoch, 13. August 2008

Foucault Across the Disciplines - Vorträge online

Die Vorträge des im März in Santa Cruz abgehaltenen Kongress Foucault Across the Disciplines sind nun als Mp3s online, darunter befinden sich: [via Foucault Blog]

Dienstag, 12. August 2008

Homepage von Olaf Berg

Olaf Berg beschäftigt sich mit einem Forschungsvorhaben zum Thema Film als historische Forschung und stellt auf seiner Homepage einige seiner Veröffentlichungen in Manuskriptform zur Verfügung, u.a. zu den Themen Das unsichtbare Bild - illegalisierte Migration im Film, Benjamin und Deleuze: Ansätze für eine kritische Geschichtswissenschaft in Filmbildern; auch seine Diplomarbeit Film als historische Forschung (alle PDF) ist zugänglich.

Montag, 11. August 2008

Bratislava 593

Bratislava_0593_Prepostka3

Bratislava, Prepoštká Ulica 3

Sonntag, 10. August 2008

Der Wiener Dienstmann als Suchmaschine

Vor einigen Monaten ist in den Wiener Geschichtsblättern ein Artikel von Fritz Keller zu den Dienstmännern erschienen, die in Wien seit 1862 ihre Tätigkeit als ein konzessioniertes Gewerbe ausführten. Auch sie können als menschliche Suchmaschinen betrachtet werden, mussten sie doch u.a. immer ein Häuserschema Wiens bei sich tragen (S.3); im Rückblick erzählte einer von ihnen: Wann a Fremder kumma is, dann hat man ihm glei die ganze Stadt ein bisserl erklärt, hat eahm eventuell auf a guates Viertel geführt, no natürli hat ma a mittrunken, aber net nur wegen den Wein, na überhaupt, ma hat gschaut, dass ma Kontakt mit de Leut bekommt. (S.8) Und dass Suchmaschinen selbstredend auch Kontrollfunktionen ausüben, musste Mark Twain erleben, als er bei seinem Wienbesuch von einem Dienstmann befragt wurde, warum er denn so herum stünde und ob er nicht jemanden bräuchte zum z’Haus-Führ’n oder sonst was; Twain wollte aber nur da stehen, worauf der Dienstmann zu sich sagte Dös is a Ausred, [...] der hat nix Guats im Sinn; in der Folge entstand ein regelrechter Menschenauflauf um Twain, bis er sich schließlich gegenüber einem Wachmann ausweisen musste (S.3).

Keller, Fritz: Hallo Dienstmann! Eine sozialhistorische Skizze, in: Wiener Geschichtsblätter, 62, 4/2007, S. 1–16.

Samstag, 9. August 2008

Ist die Grüne Hausnummer weiß?

Seltsam, laut dem Foto auf www.Energie-Fachberater.de ist die im Saarland vergebene Grüne Hausnummer weiß. Immerhin: Bald wird in ihrem Ursprungsland die 500. Grüne Hausnummer vergeben.

Freitag, 8. August 2008

Zur Geschichte der Bierflasche

Klingt ja spannend, der Artikel, auf den H-SOZ-U-KULT da verwies; und 15 Abbildungen hat er!

Serly, Petra: Die Bierflasche aus Glas - ein Auslaufmodell? Ein Beitrag zur Entwicklung der Flaschenbierabfüllung im 19./20. Jahrhundert, zur Konkurrenz der Verpackungsmaterialien und zur Änderung des Konsumverhaltens, in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2008, S. 35-50.

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