Aus Anlass des Wikipedia-Werkstattgesprächs (vgl.) hat Peter Haber Science ORF ein Interview zum Thema der Verwendung von Wikipedia in den Geschichtswissenschaften gegeben; es überwiegt eine leise Skepsis, doch ist diese differenziert: Wikipedia ist eine gute Quelle, wenn sie nicht als einzige Quelle in Frage kommt, und wenn man die Informationen einordnen kann, die sie einem gibt. Für blutige Anfänger in einem komplexen Fachgebiet ist Wikipedia darum eher ungeeignet.
Im Fach Geschichte ist es vermutlich sinnvoller, dass man zuerst einmal zum Bücherregal geht und ein normales Lexikon in die Hand nimmt. Wenn man sich aber schon ein bisschen auskennt oder ganz aktuelle Ereignisse behandelt, sieht es wieder anders aus. Dann kann Wikipedia eine gute Strukturierungshilfe für die Gedanken sein.
Morgen hält Alfred Pfoser im Rahmen des Institutskolloquiums des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien einen Vortrag zum Thema Die Vermessung der Stadt. Mit besonderer Berücksichtigung der Wiener Adressbücher.
Zeit: Do, 24.6.2010, 15-17 Uhr
Ort: Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Hanuschgasse 3, 1010 Wien, Seminarraum 1
Natascha Vittorellis von der Österreichischen Akademie der Wissenschaft gefördertes Forschungsprojekt Partizanka. Historiographische und audiovisuelle Repräsentationen von Partisaninnen im sozialistischen Jugoslawien (1945-1991) wird von Die Universität Online vorgestellt.
H-SOZ-U-KULT kündigte gestern die aktuelle Ausgabe von Mittelweg 36 an, die u.a. folgenden Artikel enthält:
Pöhlmann, Markus: Planet Terror. Krieg und Bürgerkrieg im Zombiefilm seit 1968, in: Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 19.2010/3, S. 84-91.
Folgende Veranstaltung wurde schon breit angekündigt, wegen ihrer Relevanz sei auch an dieser Stelle darauf verwiesen:
Wikipedia und die Geschichtswissenschaften. Zur Praxis und Theorie eines aktuellen Phänomens
Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist längst schon Teil des geschichtswissenschaftlichen Alltags geworden. Wikipedia wird von Dozierenden ebenso genutzt wie von Studierenden, ist Steinbruch für eigene Texte und ein medialer Grossversuch zugleich. Fluch oder Segen? Im Rahmen eines Forschungsseminars am Institut für Geschichte und am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien hat ein Team von Studierenden unter der Leitung von PD Dr. Peter Haber, Gastprofessor im Sommersemester 2010, die Qualität geschichtswissenschaftlicher Einträge in Wikipeida untersucht.
Im Rahmen eines öffentlichen Werkstattgesprächs werden in Zusammenarbeit mit dem Fakultätsschwerpunkt E-Medien erste Ergebnisse des Seminars präsentiert. Zudem soll die Relevanz von Wikipedia für die Geschichtswissenschaften in einem breiteren Sinn zur Diskussion gestellt werden. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen!
Programm
14:15 PD Dr. Peter Haber (Uni Wien / Uni Basel): Begrüssung und Einführung in das Thema
14:45 lic. phil. Jan Hodel (PH Nordwestschweiz): Nutzen und Nachteil von Wikipedia für das historische Lernen
15:15 Teilnehmende des Forschungsseminars: Fallbeispiele zur Qualität von historischen Einträgen in der Wikipedia
16:00 Diskussion
16:30 Apéro
17:00 Ende der Veranstaltung
Informationen
Datum: Freitag, 25. Juni 2010 | 14:15 bis 17:00
Ort: Hauptgebäude der Universität Wien | Hörsaal 16 (Stiege 5)
Kontakt: PD Dr. Peter Haber | peter.haber@univie.ac.at